Die Schriften Hans Grafs lagerten bei seinem zweitältesten Sohn, einem Grossonkel von mir, im Dachstock bis zu dessen Tod Ende 2023 in der Nähe Basels. Am 3. März 2024 konnte ich dort vorbeigehen und die Schriften abholen. Zu diesem Zeitpunkt ging ich davon aus, dass die Schriften in erster Linie Predigten sein würden. Die Schriften fand ich in einer Kiste in einem alten Lederumschlag nebst vielen anderen Dingen vor. Zusätzlich waren noch einige weiter Papierumschläge und ein Heft mit kurzen Notizen beigelegt. Vor Ort schaute ich die Schriften erstmals grob durch, um einen ersten Einblick bezüglich des Umfangs und der Form der Texte zu erlangen. Meine Annahme, dass es sich um Predigten handeln würden, wurde durch ein Klebetikett mit der Aufschrift «Vaters Predigten» auf dem Lederumschlag gefestigt.

Zwei Wochen später blätterte ich die ganze Sammlung durch, klemmte zusammengehörige Seiten zusammen und markierte und beschriftete interessant scheinende Texte. Im Zuge dieser Arbeit stellte sich heraus, dass etwa drei Viertel der Schriften handgeschrieben sind, ich aber nicht in der Lage bin, diese zu lesen. Das letzte Viertel ist glücklicherweise maschinengeschrieben. Ich fokussierte mich also auf diesen Teil. Diese Texte sind meist randlos auf die Rückseite von alten Stundentafeln geschrieben und haben einen kurzen Titel, wie «Unsere Pfingstpredigt» oder «Priestertum». Ein Datum ist in den allermeisten Fällen nicht vorhanden. Teilweise liess sich der Zeitraum aufgrund von Jahreszahlen auf den Stundenplänen etwas eingrenzen. Nur einen kleinen Teil der Schriften schrieb Hans Graf auf unbenutztem Papier. Für die handschriftlichen Texte verwendete Graf nebst den alten Stundentafeln vermehrt die Rückseite von Dokumenten der Graubündner Kantonalbank. Auch dieses Papier beschrieb er zumeist randlos. In einigen Fällen beschrieb er sogar die Vorderseite rund um den bestehenden Text.



