Reflexion

Rückblickend bin ich mit meiner Arbeit zufrieden. Im ganzen Prozess gab es immer wieder Herausforderungen, die Umwege und Mehraufwand bedeuteten. Dies musste ich schon während der Konzeptionierung der Arbeit feststellen. Da ich einen fixen Quellenbestand hatte, musste ich zu diesem eine passende Fragestellung suchen. Ich konnte nicht die Quellen passend zu einer Fragestellung suchen oder ein entsprechendes Experiment durchführen. Aus diesem Grund konnte ich meine ursprüngliche Fragestellung, welche auf die Internierung von Polen in der Nähe von Schiers abzielte, nicht weiter verfolgen. Hans Graf behandelte dieses Thema in den von mir durchgesehen Schriften nicht. Die zeitliche Planung ist mir mehrheitlich geglückt. Die Konzeptarbeit dauerte, länger als ich es erwartet hatte, über die Sommerferien hinaus. Jedoch half mir dies einen Einstieg ins Schreiben zu finden, weil ich so schon früh eine klare Vorstellung der Struktur der Arbeit hatte und diese nicht während dem Schreiben suchen musste. Dennoch hatte ich in den Weihnachtsferien noch einige offene Arbeiten zu bewältigen. Die Analyse der Schriften in ihrer inhaltlichen sowie sprachlichen Komplexität nahm wesentlich mehr Zeit in Anspruch, als ich es erwartet hatte. Um nicht die Aussage eines Textes zu verlieren, musste ich einen Text in einem Anlauf verarbeiten. Dies konnte ich fast nur an den Wochenenden machen, weshalb die Arbeit unter der Woche praktisch still stand.

Während der Analyse hatte ich teilweise grössere Probleme den Inhalt im Sinne Hans Grafs zu verstehen, seine Aussagen in meinen eigenen Worten wiederzugeben und in einen Kontext zu den restlichen analysierten Texten zu stellen. Doch je mehr ich analysierte und in eigenen Worten aufschrieb, desto mehr Halt fand ich in der Materie. Diese Erkenntnis nehme ich für zukünftige Arbeiten mit. Wie viele Stunden ich in diese Arbeit investierte, zählte ich nicht. Doch jede investierte Stunde führte zu Erkenntnissen. Ich stellte fest, dass mir die historische Arbeit an alten Texten sehr gefällt und meinen Interessen entspricht. Dies in Zukunft mit einem Fokus auf die Theologie zu tun, kann ich mir hingegen weniger vorstellen.