Eschatologie

Das handgeschriebene Skript «Eschatologie», welches in seiner gesamten Länge 31 Seiten umfasst, stammt ungefähr von 1920. Es ist somit einiges älter als die übrigen Texte. Weil ich die Schrift selbst nicht lesen konnte und nur die ersten zehn Seiten transkribieren liess, behandle ich in der folgenden Analyse nur diese zehn Seiten.

Ausschnitt aus der ersten Seite des Originaltextes "Eschatologie"
Ausschnitt aus der ersten Seite des Originaltextes „Eschatologie“

«1.) Die Eschatologie muss universal sein. Alle Bindungen an Nationen od. Rassen, auch jede sektiererische Einengung ist abzulehnen. […]

3.) Keine Eschatologie, die nicht Christus in den Mittelpunkt stellt.»

Hans Graf wählt als Ausgangspunkt des Skripts nicht eine wissenschaftliche theologische Theorie, sondern, mit der Popularität des Endzeitlichen nach dem Ersten Weltkrieg, einen gesellschaftlichen Ansatz. Auf diese Weise will er den gesellschaftlichen Bedürfnissen Rechnung tragen und den Fokus der Theologen weg von rein wissenschaftlichen und theoretischen Fragestellungen hin zu alltäglicheren und praktischeren Fragen der Eschatologie lenken. Die Angst, dass Sekten die Leute aufgrund ihrer Lehre über die letzten Dinge für sich gewinnen könnten, wenn die Kirche diese vernachlässige, zeigt, dass Hans Graf sich den gesellschaftlichen Mechanismen bewusst war. Deshalb ruft er seine Berufsgenossen dazu auf, sich mehr mit der Eschatologie zu beschäftigen. Die Kritik an der Seelenunsterblichkeit, sowie am Zerpflücken der Eschatologie, aufgrund von kleineren Widersprüchen, unterstreicht seine evangelisch-reformierte Position.


[3] Hans Graf: Eschatologie, Seite 1

[4] Hans Graf: Eschatologie, Seiten 1 und 2

[5] Hans Graf: Eschatologie, Seite 3

[6] Hans Graf, Eschatologie, Seite 4

[7] «Für den antiken griechischen Philosophen Platon ist die Seele unsterblich. Er ging sogar davon aus, dass es eine Seelenwanderung und Wiedergeburt gibt. Seine Philosophie beeinflusste das gesamte christliche Denken vom Mittelalter bis zur Neuzeit.»; Deutschlandfunk: Und diese wirklichere Wirklichkeit ist die Welt der Ideen

[8] Hans Graf: Eschatologie, Seite 5

[9] Hans Graf: Eschatologie, Seite 8

[10] Hans Graf: Eschatologie, Seite 9

[11] Hans Graf: Eschatologie, Seite 6

[12] Hans Graf: Eschatologie, Seite 10

[13] Hans Graf: Eschatologie, Seite 6